TORSTEN WARMUTH
Fotografie

Hotel, 2011. Silver painting, 84.8 x 176.3 cm, unique. TW 282
Mit den großen Flaneuren eines vergangenen Jahrhunderts scheint Torsten Warmuth den Stadtraum als das Extrem der Moderne zu begreifen – als Ort, in dem sich gängige Ordnungs- und Wahrnehmungsmuster längst aufgelöst haben. Im ständigen Flow und im Rhythmus permanenter Gleichzeitigkeit ist hier handfeste Wirklichkeit nicht mehr zu haben. Erkenntnis gibt es nur noch als eine subjektive, sich stets entwindende und erneuernde Betrachtung.
Torsten Warmuths analog geschaffene Bilder – sogenannte Silver Paintings – beruhen auf traditionellen fotografischen Verfahren, die jedoch mittels Negativmontagen sowie durch malerischen Tonerauftrag derart weiterentwickelt werden, dass letztlich Grenzgänge zwischen Fotografie und Malerei entstehen. Die engen Schranken des technischen Mediums werden aufgesprengt: aus einst Realem entsteht Fiktionales; aus Fiktionalem real Mögliches. Mit seiner aktuellen Serie From the Big Cities (Arbeitstitel) erweitert Warmuth diesen Möglichkeitsraum bis hin in den Bereich der Abstraktion.